Ground Zero

Einer der bedrückensten Orte auf der ganzen Welt befindet sich in New York. Genau gesagt, an dem Ort wo bis vor kanpp sieben Jahren die Zwillingstürme, das World Trade Center, standen. Heute wird dieser Platz im Finanzzentrum nur noch Ground Zero genannt. Beim Besuch von Ground Zero verspürt man sofort ein drückendes und beängstigendes Gefühl. Das Fundament der Zwillingstürme reißt ein riesiges Loch in die Skyline von Manhattan. Vor Ort trifft man auf eine gigantische Baustelle, auch sieben Jahre nach dem Anschlag ist es leider noch kein Ort der stillen Trauer. Dem Besucher wird ein Pavillion mit Bildern und Namestafeln der Verstorbenen und Vermissten geboten. Die Bauarbeiten zum neuen Projekt können nur durch kleine Löcher im Sichtschutz erahnt werden.

Tragischerweise finden die Bauarbeiter noch heute menschliche Überreste, deshalb sollte man aus Pietätsgründen von einer großen Fotosession und lautem Gelächter absehen. Viele New Yorker die am Ground Zero täglich vorbei zur Arbeit laufen, haben diesen Anschlag hautnah miterlebt. Deshalb sollte ein Touristenbesuch so diskret wie möglich ablaufen. Für New York Reisende gehört ein Besuch, mit kurzer Andacht, des Ground Zero einfach zum Programm. Ground Zero liegt nahe am Meer und damit nah zu Liberty Island. Ein Besuch der Freiheitsstatue mit anschließendem Spaziergang durch das Finanzviertel bietet sich daher an. Auf der Route kommt man eben am Ground Zero und an der bekannten Wall Street vorbei. Die New York Stock Exchange bietet dem Besucher noch den klassischen Parketthandel, der in Frankfurt gänzlich abhanden gekommen ist. Ein besonderer Tipp, der zudem Zeit spart, ist die Online Reservierung der Tickets für den Besuch von Liberty Island. Einmal werden am Tag nur ein bestimmtes Kontingent von Tickets vergeben und außerdem bilden sich unglaublich lange Schlangen. Der ideale Verlauf sieht so aus, dass die Tickets zum Wunschdatum reserviert werden, der Besucher sollte gleich zur Öffnung der Kassen vor Ort sein und seine Tickets abholen, die erste Fähre fährt erst zwei Stunden später.

Ground Zero

Ground Zero ©TK

Diese zwei Stunden nutzt man mit einem Spaziergang an der Meerespromenade entlang mit herrlichem Blick auf die Statue, dann geht’s an Ground Zero vorbei und abschließend zur Wall Street. So haben Sie die Zeit perfekt genutzt, haben keine langen Anstehzeiten und haben so viel Zeit wie Sie mögen für den Besuch für Liberty Island. Im Preis inbegriffen ist ein Besuch von Ellis Island. Ellis Island ist der Auffangort der damaligen Migranten. Eine Besichtigung der Lokalitäten mit Krankenhaus, Notunterkünften, Mensa und Bibliothek sind sehr lohnenswert. Wenn Sie also primär Ground Zero besuchen wollen, dann stellen Sie sich auf eine sehr bedächtige Stimmung ein. Nicht selten kommt es vor, dass Sie auf Menschen treffen, die ihre Liebsten in den Trümmern verloren haben. Viele Trauernden kommen noch regelmäßig in den Pavillion, dafür ist er auch ursprünglich geschaffen worden. Vermeiden Sie deshalb jede Art von Belustigung. Wenn Sie sich von der Tatsache der Andacht nicht abschrecken lassen, dann ist Ground Zero auch architektonisch eine Reise wert. Das Ausmaß des Bauwerks und die Tiefe des Fundaments bekommt man so wohl nirgends zu Gesicht. Ein in allen Facetten tiefgreifendes Erlebnis.