New York erleben

Ich habe New York vor 3 Jahren in der Adventszeit besucht und kann das nur jedem empfehlen. Um diese Jahreszeit ist es zwar eiskalt, aber wunder, wunderschön dort. New York ist dann vielleicht kein "Winterwonderland" - als ich dort war lag kein Schnee -, aber ein "Christmaswonderland". Es ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis, durch die weihnachtlich geschmückten Straßen zu spazieren, zwischen all den Wolkenkratzern entlangzulaufen und dann doch immer wieder auch die "normale", gewohnte "deutsche" Häusergröße dazwischen zu sehen.



Meinen ganzen Aufenthalt und alle Erlebnisse zu beschreiben, würde den Rahmen hier sprengen, so habe ich mich entschieden, von einem meiner Urlaubstage zu erzählen.

Wir besuchten den "Battery Park", eine Oase der Ruhe, jede Menge Rasenflächen und Bäume, im Sommer ist es dort bestimmt herrlich grün. Der Battery Park verdankt seinem Namen übrigens einer Geschützbatterie, die um 1680 dort stationiert war. Dort gibt es auch einen Fähranleger, von dem aus die Fähren nach Richmond und zur Freiheitsstatue ablegen. Viele Monumente gibt es im Battery Park, vor allem das 1811 erbaute "Castle Clinton" hat mir gefallen.

Die Fähren fahren täglich von 09.00 - 16.00 Uhr, und ich bin froh, dass wir schon etwas früher dort waren, denn um kurz nach 9 Uhr hatte sich eine beachtliche Warteschlange gebildet. Wie muss das erst im Sommer sein! Wer also eine Schiffstour machen möchte, sollte möglichst schon vor 09.00 Uhr am Battery Park sein oder sich auf Wartezeiten einstellen. Während der Fahrt kann man einen wunderbaren Ausblick auf die Manhattan Skyline genießen, und natürlich auch auf Brooklyn.

Die Freiheitsstatue kennen wohl die meisten Menschen dem Namen nach, und ich war wirklich beeindruckt, sie einmal aus unmittelbarer Nähe zu sehen: 46 Meter ist sie hoch! Wer es noch nicht weiß: Die Freiheitsstatue war im Jahre 1884 ein Geschenk Frankreichs an Amerika, in Erinnerung an ihre Allianz zu Zeiten der Unabhängigkeitskriege. Der Schöpfer der Freiheitsstatue war ein französischer Bildhauer, Frédéric-Auguste Bartholdi. Der Erbauer des Stahlgerüsts, das die Statue in ihrem Inneren stützt, war eine bekannte Persönlichkeit: Gustabe Eiffel nämlich, der nur wenige Jahre später den Pariser "Eiffelturm" baute. Da die Freiheitsstatue ja an die Allianz Frankreichs und Amerikas während der Unabhängigkeitskriege erinnern sollte, hält die Freiheitsstatue natürlich auch eine Kupertafel mit der Unabhängigkeitserklärung in der Hand, und zwar in ihrer linken. Rechts trägt sie die "Fackel der Freiheit", und wenn das Sonnenlicht auf die goldenen Fackeln scheint, könnte man fast meinen, die goldenen Fackeln würden wirklich brennen. Ein wunderschöner Anblick!

Auf dem Rückweg legte unsere Fähre in Ellis Island an. Viele werden den Namen kennen: Früher war Ellis Island die erste Station, die die Menschen sahen, die nach Amerika einwandern wollten. Bis 1954 standen dort die Büros der Einwanderungsbehörden sowie die Quarantäne-Quartiere. Heute sind all die hoffnungsvollen, verzweifelten Menschen nur noch eine Erinnerung und man kann dort die Empfangsgebäude, die Bibliothek und die Wohnbaracken besichtigen. Ein Computer verrät den Interessierten, wann und woher ihre Ahnen nach Amerika einreisten.

Wer sich für den Entwurf der Unabhängigkeitserklärung interessiert, der 1776 von THomas Jefferson verfasst wurde, dem späteren Präsidenten Amerikas: Dieser ist in der "New York Public Library" zu sehen.