Zum ersten mal in New York

Die Vorbereitung
Ich war noch niemals in New York und wollte unbedingt einmal dorthin. Ich schenkte meinem Sohn zum Abi eine gemeinsame Woche in New York. Es sollte keine Rundreise sondern New York pur sein. Bereits zu Hause hatten wir uns eine Liste gemacht was wir sehen wollten. Die Liste wurde so lang, dass wir Prioritäten setzten mussten.



Die Ankunft Bereits am JFK Flughafen das erste Problem, wie kommen wir nach Midtown Manhattan. Wie wussten, dass es einen Airport Bus nach Manhattan gab.

Als wir uns noch nach den Bussen umschauten, sprachen uns zwei junge Afro-Amerikaner an. Sie boten die Fahrt für 25 $ je Person in ihrem Van an. Die Warnung vor illegalen Taxis im Kopf, zögerte ich. Die Klischees aus vielen Hollywoodfilmen gingen mir durch den Kopf. Sollten wir in Brooklyn oder der Bronx landen? Wir stiegen ein und erreichten heil unser Hotel.

Verkehrsmittel
In den überfüllten Strassen Manhattans kann man das Auto glatt vergessen. Ein Mietwagen bringt hier nichts, wenn man die Stadt nicht verlassen will. Die Stadt hat ein hervorragend ausgebautes U-Bahn-Netz.

Was mir auffällt, die Züge und ihre Abteile sind sauber und ohne Graffiti und die Stationen ohne herumlungernde Gestalten. Schon wieder ein Klischee bei mir korrigiert. Das wichtigste Verkehrsmittel in der Stadt sind jedoch die eigenen Füße. Soviel bin ich selten gelaufen.

Die Sehenswürdigkeiten
Eine Aufzählung aller Sehenswürdigkeiten würde den Rahmen sprengen. Daher hier nur ein paar ausgewählte Erinnerungen.

Coney Island
Wir wollten an die Atlantikküste um den Strand mit seiner Vergnügungsmeile sehen. In der Metro wähnten wir uns nach Brooklyn im falschen Film. Um uns herum fast nur russisch Sprechende mit russischen Zeitungen. Eine heimliche Invasion? Man klärte uns auf, dass dies Little-Odessa, das Viertel russischer Einwanderer ist.

Brooklyn Bridge
Mir war vorher nicht klar, dass dies auch eine Fußgängerbrücke ist. Also gingen wir von Brooklyn aus über die Brücke nach Manhattan. In der Mitte der Brücke fotografierte ich die Freiheitsstatue als sich etwas ins Bild schob. Ein riesiger Pott, der die Staten-Island-Fähren wie Nussschalen aussehen ließ. Es war die Queen Mary II, die gerade New York verließ.

Steuben Parade
Zufällig war in dieser Woche auch die Steuben Parade. Eine Parade der deutschstämmigen Amerikaner. Vorneweg der Bürgermeister und die Honoratioren der Stadt. Es folgten Feuerwehrmänner und Polizisten, dann die Vereine. Bei der anschließenden Party im Central Park bei Bier und Weißwurst allgemeine Heiterkeit bei schönem Wetter. Für meinen Sohn und mich holte ich ein gezapftes Bier. Nachdem wir uns gestärkt hatten fiel mir ein, dass mein Sohn erst 19 ist und in den USA erst mit 21 Alkohol erlaubt ist.

Der Polizeichef, Bürgermeister und viele Cops saßen nur zwei Bänke weiter. Nochmals gut gegangen. Auf eine solche zwangsweise Verlängerung der Reise hatte ich keine Lust.

Fazit
Auch eine Woche reicht nicht um New York zu erkunden. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort. Viele Punkte auf meiner Liste sind noch offen. Ein Musicalbesuch am Broadway gehören ebenso dazu wie ein Spiel im Yankee-Station in der Bronx.